0341-6818770  
info@ra-knauf.de  

Kindesunterhalt

Als Unterhalt bezeichnet man allgemein die für den Lebensbedarf erforderlichen Aufwendungen. Das Gesetz geht davon aus, dass in der Regel jeder selbst für seinen Lebensunterhalt sorgt. Wer dazu jedoch außerstande ist, der ist bedürftig im Sinne des Gesetzes und hat daher einen Unterhaltsanspruch. Für den in Anspruch Genommenen besteht grundsätzlich eine Unterhaltsverpflichtung. Diese geht allerdings nur so weit, wie der eigene Unterhalt angemessen gesichert ist - man spricht hier von Leistungsfähigkeit. Die Unterhaltsverpflichtung kann somit im Einzelfall ausnahmsweise eingeschränkt sein oder sogar entfallen.
Unterhaltsansprüche können zwischen in gerader Linie Verwandten, also solchen, die voneinander abstammen entstehen. So insbesondere im Verhältnis eines Kindes zu seinen Eltern.
Der in den Bestimmungen der §§ 1601 ff. BGB geregelte Unterhaltsanspruch eines Kindes besteht grundsätzlich von dessen Geburt an bis zum Lebensende. Es findet hierbei keine Unterscheidung zwischen ehelichen und nichtehelichen Kindern statt. Zudem gelten die Unterhaltsvorschriften gleichermaßen für adoptierte Kinder, ebenso für scheineheliche Kinder bis zur Anerkennung oder Feststellung der Vaterschaft.
Es werden drei Unterhaltsarten unterschieden. Die Entrichtung einer Geldrente, d.h. die regelmäßige Zahlung eines Geldbetrages, ist als sogenannter Barunterhalt der gesetzlich vorgesehene Normalfall der Unterhaltsleistung. Derjenige Elternteil, bei dem das Kind seinen Lebensmittelpunkt hat, mit dem es also zusammenlebt, ist dagegen normalerweise zum sogenannten Naturalunterhalt, etwa durch Gewährung der Wohnungsunterkunft, Verpflegung und Versorgung, oder auch Taschengeldauszahlung, verpflichtet. Wird der Unterhalt durch Betreuung gewährt, spricht man schließlich vom sogenannten Betreuungsunterhalt.
Die Unterscheidung hängt also insbesondere damit zusammen, ob das Kind in einer intakten Ehe mit beiden Elternteilen zusammenlebt oder ob die Eltern getrennt leben, eine Scheidung oder Eheaufhebung erfolgt ist.
Unterhalt ist in angemessener Höhe zu leisten. Im gesamten Bundesgebiet wird für die Bestimmung des konkret zu entrichtenden Betrages nunmehr einheitlich die sogenannte Düsseldorfer Tabelle zusammen mit den Leitlinien der Oberlandesgerichte herangezogen. Je nach Alter des Kindes einerseits und anrechenbarem Nettoeinkommen des zum Barunterhalt Verpflichteten andererseits ergeben sich danach durchschnittliche Bedarfswerte als pauschale Unterhaltssätze. Um im Rahmen des Kindesunterhalts jedem minderjährigen Kind das Existenzminimum zu sichern, wurde im Zuge der letzten Unterhaltsrechtsreform zum 1. 1. 2008 ein Mindestunterhalt (§ 1612a BGB ) eingeführt, nach welchem sich die Unterhaltshöhe richtet.

Die obigen Gesetzestexte finden Sie hier:
Bürgerliches Gesetzbuch , BGB § 138 und BGB § 142



Kontakt
Anwaltskanzlei Anke Knauf
Scherlstraße 2
04103 Leipzig, Sachsen
Phone: 0341-6818770
Sie finden uns direkt neben der
Handwerkskammer Leipzig.

Unsere Bürozeiten:
Mo. - Do.: 8:00 - 18:00 Uhr
Fr.           : 8:00 - 16:00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Logo Anwaltskanzlei Anke Knauf
Rechtsanwälte
Mitgliedschaften

Leipziger Anwaltsverein

Rechtsanwaltskammer Sachsen
Die Kanzlei im Video
Erleben Sie unsere Kanzlei in einer Videovorstellung.