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Rechtsanwalt für Umgangsrecht in Leipzig - Kanzlei Anke Knauf

Umgangsrecht beschreibt das Recht des Kindes mit jedem Elternteil. Daraus folgt, dass jedes Elternteil zum Umgang mit dem Kind berechtigt und verpflichtet ist.

Das Recht auf Umgang steht in erster Linie dem Kind gegenüber dem mit ihm nicht zusammenlebenden Elternteil zu. Es ist ein höchstpersönliches Recht des Kindes und ergibt sich aus § 1684 Abs. 1 BGB. Diesem steht die Pflicht der Eltern zum Umgang mit ihrem Kind gegenüber. Der nicht beim Kind lebende Elternteil ist demnach verpflichtet, den Umgang wahrzunehmen. Dies kann notfalls durch das Gericht mit Zwangsmitteln durchgesetzt werden. Daneben können sich bei Verweigerung des Umgangs Schadenersatzpflichten ergeben.

Neben der Pflicht zum Umgang besteht aber auch für jedes Elternteil das Recht auf Umgang mit dem Kind. Darüber hinaus können auch Großeltern, Geschwister sowie andere enge Bezugspersonen, die in sozial-familiärer Beziehung zum Kind stehen, ein Recht auf Umgang mit diesem haben. Die Regeln des Umgangsrechts ergeben sich aus §§ 1684 Abs. 1 , 1685 Abs. 1, 2 BGB.

Wie bei Sorgerechtsentscheidungen steht auch bei Umgangsentscheidungen stets das Kindeswohl im Vordergrund. Zeit, Dauer und Häufigkeit des Umgangs sind demnach jeweils dem Einzelfall entsprechend festzulegen. Ebenso entscheidet das Wohl des Kindes darüber, wem von den genannten weiteren, potentiellen Umgangsberechtigten letztlich tatsächlich ein Umgangsrecht zusteht. Wesentliche Kriterien bei der Ermittlung dessen, was dem Kindeswohl entspricht, sind etwa das Alter des Kindes oder dessen Bindung zum Umgangsberechtigten.

Während der Dauer des Umgangs trifft der Umgangsberechtigte die Alltagsentscheidungen. Seiner Entscheidungskompetenz unterfällt dabei insbesondere auch, wo sich das Kind aufhält und mit wem es Kontakt hat.

Herrscht zwischen den Elternteilen Streit über die konkrete Ausgestaltung des Umgangs, kann eine gerichtliche Entscheidung ergehen, die den Umgang bestimmt regelt und dabei dem gerecht wird, was dem Wohl des Kindes in seiner konkreten Situation entspricht.

Im Zuge der Ausübung des Umgangsrechts stellt sich nicht zuletzt die Frage nach der Handhabung der Kosten des Umgangs. Grundsätzlich hat der Umgangsberechtigte Elternteil für diese Kosten, etwa des Abholens bzw. Zurückbringens, aufzukommen. In Ausnahmefällen kann sich jedoch für diesen ein erhöhter Selbstbedarf im Rahmen des zu leistenden Barunterhalts oder aber eine Unterstützungspflicht des anderen, betreuenden Elternteils ergeben. Dies ist im Einzelfall durch einen Rechtsanwalt zu überprüfen.

Hinweis: Im Übrigen sei im Zusammenhang mit dem Umgangsrecht auf den Straftatbestand des § 235 StGB hingewiesen, der relevant sein kann, wenn der sorgeberechtigte Elternteil das Umgangsrecht dadurch verletzt, dass er dem umgangsberechtigten Elternteil das Kind entzieht.

Die obigen Gesetzestexte finden Sie hier:
BGB §1864, BGB §1864 und StGB §235

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