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Rechtsanwalt für Kündigungsschutzklagen

By | Arbeitsrecht

Rechtsanwalt in Leipzig – Kündigungsschutzklage

Eine Kündigung ist für jeden Arbeitnehmer ein herber Rückschlag. Vor allem dann, wenn diese Kündigung durch den Arbeitgeber unerwartet eintrifft oder vielleicht sogar nicht ausreichend begründet werden kann. Auf Grundlage des Arbeitsgesetzes haben Arbeitnehmer allerdings die Möglichkeit, gegen eine solche Kündigung rechtlich vorzugehen. Mit Ihrem Rechtsanwalt aus Leipzig können Sie eine Kündigungsschutzklage anstreben, um eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses umgehen zu können oder eine Abfindung zu erwirken, sodass vor allem der finanzielle Schaden so gering wie möglich gehalten wird.

Unterstützung durch Ihren Rechtsanwalt in Leipzig bei einer Kündigungsschutzklage

Eine erfolgreiche Kündigungsschutzklage eröffnet Ihnen unter anderem die Möglichkeit, das Arbeitsverhältnis fortzusetzen oder zumindest eine finanzielle Entschädigung durch das Gericht zu erwirken. In vielen Fällen ist es nach einem solchen Kündigungsschutzprozess kaum noch möglich, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine gemeinsame Basis finden können. Hier ist es dann besser, dass sich die Wege trennen und man eine faire Lösung findet. Das Arbeitsgericht kann den Arbeitgeber in einem solchen Fall zum Beispiel zu einer Abfindung verurteilen. Das Arbeitsverhältnis wird im Gegenzug aufgelöst. Eines von vielen Szenarien, das Sie mit Ihrem Rechtsanwalt bei einer Kündigungsschutzklage erzielen können. Wir beraten Sie gerne.

Wann macht ein Kündigungsschutzprozess Sinn?

Eine Kündigungsschutzklage, also eine Anfechtung der Kündigung, macht immer dann Sinn, wenn konkrete Unwirksamkeitsgründe vorliegen, die eine fristgerechte, betriebsinterne Kündigung oder fristlose Kündigung durch den Arbeitgeber nicht rechtfertigen. Der Arbeitsvertrag gibt hier Aufschluss sowie die Rechtsgrundlage im Hinblick auf das Arbeitsrecht, Kündigungsschutz und Kündigungsgründe. Oft versuchen Arbeitgeber, diese zu umgehen. Das müssen Sie als Arbeitnehmer aber nicht hinnehmen. Zunächst sollten Sie die Rechtslage durch einen Anwalt für Arbeitsrecht, etwa von der Anwaltskanzlei Anke Knauf in Leipzig, prüfen lassen. Denn nicht immer macht eine Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht Sinn. Unsere Anwälte können abschätzen, welche Erfolgsaussichten bestehen oder ob es womöglich besser ist, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen oder die Kündigung womöglich sogar zu akzeptieren, wenn die Rechtsgrundlage dies rechtfertigt.

Strenge Fristen beachten – handeln Sie nach einer Kündigung schnell

Haben Sie eine fristlose oder fristgerechte Kündigung erhalten, sollten Sie möglichst schnell handeln. Denn im Arbeitsrecht gelten sehr strenge Fristen im Hinblick auf Entschädigungen und mögliche Gerichtsprozesse. Eine Kündigungsschutzklage muss zum Beispiel innerhalb von drei Wochen nach Zustellung der schriftlichen Kündigung bei Gericht eingereicht werden. Es gibt zwar auch Möglichkeiten, diese Fristen zu umgehen und zu verlängern sowie eine Klage nachträglich einzureichen, dies ist aber nur unter engen Voraussetzungen möglich. Aus diesem Grund ist es sicherer, sich unverzüglich an einen Anwalt zu wenden.

Erfolgreiche Kündigungsschutzklage mit Rechtsanwalt Knauf in Leipzig durchsetzen

Eine unerwartete und Ihrer Meinung nach nicht gerechtfertigte Kündigung durch Ihren Arbeitgeber müssen Sie nicht hinnehmen. Es empfiehlt sich, unverzüglich einen Rechtsbeistand aufzusuchen, um die Rechtslage zu überprüfen. Wenn Sie sich an einen Rechtsanwalt wenden, um eine Kündigungsschutzklage einzureichen, kann sich das für Sie vor allem aus finanzieller Sicht auszahlen und zugleich für faire Verhältnisse sorgen. Zunächst muss aber festgestellt werden, ob eine solche Klage in Ihrem speziellen Fall Sinn macht. Wenden Sie sich dafür an die Anwaltskanzlei Anke Knauf in Leipzig, die im Bereich Arbeitsrecht entsprechend versiert ist. Wir klären Sie über Ihre Optionen auf, informieren Sie über mögliche Anwalts- und Gerichtskosten und beantworten Ihnen viele weitere Fragen in einem persönlichen Erstgespräch.

Testament schreiben

By | Erbrecht

Testament schreiben: So geht es richtig

Grundsätzlich reichen ein Stift und ein Blatt Papier, um ein handschriftliches Testament zu verfassen. Ein Notar muss nicht zwingend hinzugezogen werden. Denn neben dem klassischen notariellen Testament erlaubt das Gesetz auch das Verfassen eines privatschriftlichen Testaments. Aber Vorsicht: Geraden Laien können beim Schreiben ihres letzten Willen Fehler unterlaufen. Um unerwünschte Ergebnisse und erbrechtliche Streitigkeiten zu vermeiden, müssen Sie einige wichtige Punkte beachten. Im Folgenden beschreiben wir Ihnen häufige Fehler und liefern wichtige Informationen, wie Sie diese vermeiden können.

Häufige Fehler beim Schreiben Ihres Testaments

Generell gilt: Um Missverständnisse gänzlich auszuschließen, sollten Sie beim Aufsetzten Ihres Testaments einen Anwalt oder Notar zurate ziehen. Die kompetenten Rechtsanwälte der Anwaltskanzlei Anke Knauf beraten Sie gerne ausführlichen zu juristischen Fragestellungen. Kontaktieren Sie uns dazu einfach per Telefon oder Email. Auf dieser Seite finden die darüber hinaus einige grundlegende Tipps zur Orientierung.

Formalia beachten beim Testament schreiben

Die wichtigste Regel beim Aufsetzen eines handschriftlichen Testaments ist, dass dieses komplett schriftlich vom Erblasser selbst geschrieben und unterzeichnet werden muss. Das Testament muss vom ersten bis zum letzten Wort mit der Hand geschrieben werden – kein Computer, keine Schreibmaschine. Eine Unterschrift unter einem ausgedruckten Text reicht nicht aus, denn nur bei einem vollständig handschriftlich verfassten Testament, kann später die Echtheit nachgewiesen werden. Allerdings können Sie Ihrem Testament eine ausgedruckte Leseabschrift beifügen.

Der nächste Schritt ist die Aufbewahrung des Testaments. Theoretisch können Sie Ihren letzten Willen zu Hause aufbewahren. Allerdings ist das sehr unsicher. Wenn Sie sich trotzdem für diese Variante entscheiden, sollten Sie unbedingt daran denken, Ihren Angehörigen zu sagen, wo sie das Testament finden. Als Hinterbliebener ist es empfehlenswert, auf der Suche nach einem handschriftlichen Testament einen Blick in Schreibtisch, Bankschließfach und Tresor des Verstorbenen werfen. Generell ist es ratsam, das Testament beim zuständigen Amtsgericht zu hinterlegen. Dafür fällt zwar einmalig eine Gebühr von 75 Euro an, sowie 18 Euro für die Registrierung im Zentralen Testamentsregister. Sie können das Testament auch dem Haupterben oder einer anderen Person zur Aufbewahrung geben. Dabei müssen Sie der Person vertrauen können. Schließlich hätte sie die Möglichkeit, das Testament zu unterschlagen.

Richtig schreiben: Elemente des Testaments

Bei einem privatschriftlich verfassten Testament sollten folgende Elemente auf keinen Fall fehlen:

  • Ort und Datum
  • eindeutige Überschrift wie „Testament“ oder „Letzter Wille“
  • eindeutige Angaben zu den Erben und deren Erbschaft
  • Unterschrift mit Vor- und Familienname

Die Unterschrift schließt das Testament ab. Deshalb muss sie unter dem letzten Satz des Testaments stehen. Falls Sie im Nachhinein noch Änderungen vornehmen wollen, müssen Sie eine erneute Unterschrift darunter setzten. Eventueller Text unter Ihrer Unterschrift wird nicht mehr berücksichtigt. Auf keinen Fall sollten Sie auf das Datum verzichten. Denn gültig ist die Fassung Ihres letzten Willens, die eindeutig die Aktuellste ist.

Unterhalt berechnen

By | Familienrecht

Unterhalt berechnen

Häufig muss der Ehegatte, der mehr verdient, nach der Scheidung Unterhalt zahlen. Wenn Sie wissen wollen, wie viel Geld Sie das im Monat voraussichtlich kosten wird, müssen Sie zum einen den Trennungsunterhalt berechnen. Dieser steht gegebenenfalls Ihrem Partner zu. Haben Sie mit Ihrem Ehegatten gemeinsame Kinder, muss bei der Berechnung des Unterhalts auch der Kindesunterhalt beachtet werden.

Was ist Unterhalt?

Bevor Sie den Unterhalt berechnen, sollten Sie kurz innehalten und verstehen, was Unterhalt eigentlich ist. Nur auf diese Weise können Sie nachvollziehen, wie die Kosten zustande kommen. Der Begriff Unterhalt ist ein Rechtsbegriff. Gemeint ist das Geld, welches benötigt wird, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Der Zahlende muss also die Existenz des Empfängers bis zu einem bestimmten Grad teilweise oder sogar ganz sichern. Sie sind dazu verpflichtet, den berechneten Unterhalt zu zahlen, wenn sich dies entweder aus dem Gesetz oder aus einer Vereinbarung (beispielsweise aus dem Ehevertrag) ergibt.

Für welche Kinder muss ich Unterhalt zahlen?

Eltern sind dazu verpflichtet, den Lebensunterhalt für ihre Kinder zu sichern. Wenn die Eltern getrennt leben und das Kind im Wesentlichen von einem Elternteil betreut wird, erfüllt dieser seine Unterhaltsverpflichtung in Form von Naturalunterhalt. Das heißt, dass er seinem Kind Kleidung, Wohnung, Freizeitbeschäftigungen und ähnliches bietet. Der zweite Elternteil hat diese Möglichkeit regelmäßig nicht. Deshalb ist er dazu verpflichtet, Unterhalt in Form von Geld zu zahlen. Bei der Berechnung des Unterhalts ist es vollkommen egal, ob es sich um ein eheliches oder uneheliches Kind handelt. Wenn Ihre Frau während der bestehenden Ehe ein Baby bekommt, dessen Vater Sie nicht sind, gelten Sie zunächst dennoch als Vater und müssen Unterhalt zahlen, bis Sie die Vaterschaft rechtlich wirksam angefochten haben und die Ehe geschieden ist.. Haben Sie ein Kind adoptiert, sind Sie für dieses genauso verantwortlich, als hätten Sie es selbst gezeugt.

Wie berechne ich den Unterhalt für mein Kind?

Die Berechnung des Unterhalts wird nach der sogenannten Düsseldorfer Tabelle und den Entscheidungen der Oberlandesgerichte vorgenommen. Dabei spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Hier finden Sie die Wichtigsten:

  • Alter des Kindes
  • Anzahl der Kinder
  • Anrechenbares Nettoeinkommen des Verpflichteten

Da auch das Existenzminimum von einkommensschwachen Kindern gesichert werden soll, gibt es seit 2008 einen gesetzlich festgelegten Mindestunterhalt.

Berechnung des Trennungsunterhalts

Heutzutage denken jedenfalls junge Menschen oftmals nicht daran, dass sie möglicherweise auch dem ehemaligen Partner nach der Trennung Unterhalt zahlen müssen. Dieser Gedanke scheint aus fernen Zeiten zu stammen, in der Frauen noch vollkommen abhängig von ihren Männern waren. Da diese Art der Gesellschaft zumindest in Deutschland seit Längerem der Vergangenheit angehört, wurde der Trennungsunterhalt tatsächlich schon einige Male reformiert und stark gekürzt. Dennoch gibt es bis heute drei verschiedene, individuell zu berechnende Formen des Unterhalts.

1. Familienunterhalt betrifft Ehepaare, die in einer häuslichen Gemeinschaft leben.

2. Lebt ein Ehepaar getrennt, kann der nicht erwerbstätige Ehepartner seinen Unterhalt gemäß § 1361 berechnen lassen. In diesem Stadium kann der Unterhalt relativ leicht verlangt werden, wenn der Zahlungsempfänger auch vorher nie gearbeitet hat.

3. Selbst nach der Scheidung lässt sich in bestimmten Fällen ein sogenannter nachehelicher Unterhalt berechnen. Die Voraussetzungen hierfür finden Sie in den §§ 1570 ff. BGB. Sie sind deutlich enger gesetzt, als jene für den Trennungsunterhalt. Liegen sie jedoch vor, kann ein angemessener Unterhalt berechnet werden. Dieser richtet sich unter anderem nach den folgenden Faktoren:

  • Lebensverhältnisse während der Ehe
  • Einkommen nach Abzug von Steuern, Abzügen und Unterhalt für Verwandte wie beispielsweise Kinder
  • Fiktives Einkommen, welches zwar nicht existiert, aber durch zumutbare Änderungen eingenommen werden könnte
  • Vermögen

Beiden Partnern steht die Hälfte des im Unterhalt eingerechneten Vermögens zu. Dies ist jedenfalls der Grundsatz. Dieses Thema ist jedoch so kompliziert, dass ein Laie es kaum in seiner ganzen Fülle überblicken kann. Sicher berechnen kann Ihren Unterhalt nur ein Jurist, der sich in diesem Rechtsgebiet spezialisiert hat.

Ende der Unterhaltszahlungen

Ein wesentlicher Grundsatz der aktuellen deutschen Regelungen zum Unterhalt ist, dass nur jemand, der den Unterhalt braucht, auch welchen bekommt. Von einem solchen Bedarf kann nicht ausgegangen werden, wenn der Partner die zumutbare Möglichkeit hat, das Geld selbst zu verdienen. Das gleiche gilt, wenn eine neue Ehe eingegangen wird. Gleichzusetzen ist die Ehe in diesem Fall mit der eingetragenen Lebenspartnerschaft, welche Homosexuelle mit Menschen gleichen Geschlechts eingehen können.

Fazit

Die korrekte Berechnung des Unterhalts hängt von vielen Faktoren ab und ist sehr kompliziert. Deshalb sollten Sie bei Unsicherheiten einen Anwalt zu Rate ziehen.

Anwaltskanzlei Anke Knauf

Pflichtteil Erbe

By | Erbrecht

Der Pflichtteil beim Erbe: Rechte hat auch, wer enterbt wurde

In jeder Familie gibt es Streit. Manche Auseinandersetzungen führen allerdings dazu, dass Eltern ihre Kinder enterben wollen. „Du bist enterbt“ sagt sich leicht im Zorn, in der Realität ist es jedoch nicht leicht umzusetzen. Denn auch, wer enterbt wurde, hat ein Anrecht darauf, den Pflichtteil zu erben, selbst wenn kein Kontakt mehr besteht. Außerdem muss die Enterbung im Testament oder Erbvertrag niedergeschrieben werden, zum Beispiel mit der Formulierung „Mein Ehegatte und meine Kinder sollen mich nicht beerben“. Üblicher ist es jedoch, dass Eltern ihre Kinder mit einem sogenannten Berliner Testament enterben. Dabei wird der länger lebende Ehepartner zunächst als Alleinerbe eingesetzt. Grundsätzlich ist jeder Mensch frei in seiner Entscheidung, wen er als Erben einsetzt und wen er enterbt. Niemand muss sich an die gesetzliche Erbfolge halten. Trotzdem gehen die erbberechtigten Familienmitglieder meist nicht leer aus. Nach §2303 BGB steht nahen Angehörigen ein Pflichtteil zu.

Wer hat ein Anrecht auf den Pflichtteil beim Erbe?

Einen Pflichtteilsanspruch haben zum einen die leiblichen und adoptierten Kinder des Erblassers. Falls diese sogenannten Abkömmlinge nicht mehr leben, erben deren Kinder. Darüber hinaus sieht das Erbrecht einen Pflichtteil für Ehegatten und eingetragene Lebenspartner vor. Bei kinderlosen Ehepaaren können laut Gesetz die Eltern einen Pflichtteil gelten machen. Ein Pflichtteil für Geschwister und Großeltern gibt es nicht.

Wie hoch ist der Pflichtteil der Erben?

Der Pflichtteil einer Erbschaft macht die Hälfte des gesetzlichen Erbteils aus. Um diesen Betrag zu ermitteln, muss zunächst der Wert des Nachlasses bestimmt werden. Nach Abzug der Nachlassverbindlichkeiten und der Kosten für die Beerdigung wird der Verkehrswert des gesamten Erbes bestimmt. Der Gesamtbetrag wird dann zwischen den Erbberechtigten geteilt. Falls der Erblasser beispielsweise von drei Kindern eines enterbt hat, hat dieses einen Pflichtteilsanspruch auf ein Sechstel des Erbes, da es sonst gedrittelt werden müsste. Um die Quote zu ermitteln, nach der der Nachlass aufgeteilt wird, müssen alle erbberechtigten Verwandten berücksichtigt werden. Das schließt auch Verwandte ein, die nach §2310 BGB von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen sind. Einbezogen werden deshalb auch Angehörige, die das Erbe ausgeschlagen haben und Verwandte, die enterbt oder erbunwürdig sind. Unberücksichtigt bleiben damit lediglich potentielle Erben, die gemäß §2346 BGB vertraglich gegenüber dem Erblasser auf ihr Erbe verzichtet haben. Ist jemand enterbt, so fällt dessen Anteil demjenigen zu, der geerbt hätte, falls der Enterbte im Zeitpunkt des Erbfalls nicht gelebt hätte.

Wie sichert man sich den Pflichtteil des Erbes?

Um seinen Teil des Nachlasses einzufordern, muss der enterbte Angehörige seine Ansprüche gegenüber den Erben geltend machen. Das Nachlassgericht spricht den Pflichtteil nicht automatisch zu. Pflichtteilsansprüche müssen innerhalb von drei Jahren ab dem Zeitpunkt, an dem man von der Enterbung erfahren hat, angemeldet werden. Wenn Sie Ihre Rechte nicht rechtzeitig einfordern, verjähren sie.

Sind Sie enterbt worden oder möchten Sie jemanden enterben? Oder haben Sie weitere Fragen zu Angelegenheiten des Erbrechts? Wenden Sie sich unbedingt an einen Rechtsanwalt, der sich auf Erbrecht spezialisiert hat. So können Sie sichergehen, dass Sie richtig vorgehen und das Erbe erhalten, das Ihnen zusteht. Kontaktieren Sie und noch heute. Unser Team berät Sie gerne!

Kündigung

By | Arbeitsrecht

Die wichtigsten Informationen rund um die Kündigung

Fast jeder Arbeitnehmer beschäftigt sich irgendwann in seinem Leben mit dem Thema Kündigung. Entweder möchte er selbst den Arbeitsplatz wechseln oder aber ihm oder ihr wird gekündigt. Wenn Sie selbst davon betroffen sind, sollten Sie in jedem Fall überprüfen, ob Ihre Kündigung rechtmäßig ist.

Die ordentliche Kündigung

Die einfachste Möglichkeit zu kündigen, ist die ordentliche Kündigung. Die gesetzliche Regelung dazu ist § 622 im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Dort steht, dass sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber jederzeit berechtigt sind, das Arbeitsverhältnis aufzulösen. Grundsätzlich ist dafür kein Kündigungsgrund erforderlich. Näheres dazu finden Sie weiter unten im Text. Bei einer ordentlichen Kündigung muss jedoch immer die Kündigungsfrist beachtet werden. Diese ergibt sich ebenfalls aus dem Gesetz und hängt von der bisherigen Beschäftigungszeit ab. Modifiziert werden diese Regelungen häufig in Tarifverträgen oder im Arbeitsvertrag.

Richtig kündigen und gekündigt werden mit einer Kündigungserklärung

§ 623 BGB stellt einige Ansprüche an eine Kündigung. Diese sind nicht sehr umfangreich. Trotzdem sind sie ausgesprochen wichtig. Bei Nichteinhaltung droht die Unwirksamkeit der Kündigung. Gegen eine unwirksame Kündigung kann man sich vor dem Arbeitsgericht gut zur Wehr setzen. Wenn es sich dagegen um die eigene Kündigung handelt, ist dies sehr ärgerlich und kann je nach Vertrag zu vielen weiteren Monaten der Gebundenheit an den Arbeitgeber führen.

Erforderlich für eine wirksame Kündigung ist in jedem Fall eine Kündigungserklärung. Diese ist eine so genannte empfangsbedürftige Willenserklärung. Sie muss gemäß § 623 BGB schriftlich verfasst werden. In dem Schreiben muss angegeben werden, dass der Absender ordentlich kündigen will und zu welchem Termin er das tut. Insbesondere Letzteres führt häufig zu Problemen.

Zugang der Kündigungserklärung

Ein Fehler kann sich beispielsweise durch eine falsche Berechnung einschleichen. Oder es wurden die gesetzlichen Fristen anstelle der im Vertrag genannten angewendet. Möglicherweise ist eine Partei auch der Meinung, dass die vertraglichen Kündigungsfristen nicht rechtmäßig sind. Ebenfalls ein sehr häufiges Problem liegt im zu späten Absenden der Kündigungserklärung. Diese wird nämlich erst mit dem Zugang beim Adressaten gültig. Bei einer persönlichen Übergabe tritt die Wirksamkeit sofort ein. Wird die Kündigungserklärung jedoch mit der Post verschickt, muss der Brief erst in den Wirkungsbereich des Empfängers gelangen. Konkret liegt der Zugang also erst vor, wenn der Empfänger unter normalen Umständen auf die Kündigung zugreifen kann. Das bedeutet, dass weder das im Brief vermerkte Datum, noch der Poststempel relevant sind, wenn der Brief zu spät ankommt.

Zum besseren Verständnis ein kleines Beispiel: A verfasste eine Kündigungserklärung. Seine Kündigungsfrist beträgt vier Wochen zum Monatsende. Am 1. Januar (also über vier Wochen vor Ablauf der Kündigungsfrist) verfasst er den Brief und bringt ihn zu Post, wo sogleich der Poststempel aufgestempelt wird. Leider fällt der Brief danach hinter einen Schrank und wird dort erst eine Woche später wiederentdeckt, sodass er erst am 10. Januar im Briefkasten des Chefs von A landet. Da weniger als vier Wochen bis zum Monatsende verbleiben, ist die Frist nicht eingehalten worden, sodass nur eine Kündigung zum Ende des Monats Februar möglich ist.

Wenn die Kündigung dagegen innerhalb eines Tages ankommt, aber der Chef vergisst seinen Briefkasten zu leeren, ist die Kündigung trotzdem zugegangen.

Vorgehen gegen eine unrechtmäßige Kündigung

Sollten Sie als Arbeitnehmer eine Kündigung für nicht rechtmäßig halten, können sie gem. § 3 KSchG Kündigungseinspruch beim Betriebsrat einlegen. Führt dieser Schritt nicht zum gewünschten Erfolg, bleibt Ihnen die Anrufung des Arbeitsgerichts. § 4 KSchG sagt dazu Folgendes: Will ein Arbeitnehmer geltend machen, dass eine Kündigung […] rechtsunwirksam ist, so muss er innerhalb von drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung Klage beim Arbeitsgericht auf Feststellung erheben …

Wichtig ist insbesondere die Frist von drei Wochen. Nur wenn es in der Kündigung eindeutige Hinweise gibt, dass diese eigentlich zu einem anderen als dem genannten Datum erfolgen sollte, ist eine spätere Klage möglich (BAG, Urteil vom 01.09.2010, Az.: 5 AZR 700/09). Dies ist jedoch ein absoluter Ausnahmefall. Aus diesem Grund sollten Sie die Kündigung sofort prüfen und im Zweifel einen Experten befragen. Zur Beantwortung Ihrer Fragen steht Ihnen die Anwaltskanzlei Anke Knauf gerne zur Verfügung.

Kündigungsgrund

Unter bestimmten Voraussetzungen, welche im Kündigungsschutzgesetz (KSchG) festgehalten sind, ist der Arbeitgeber verpflichtet, einen Kündigungsgrund anzugeben. So darf die Kündigung nach § 1 Absatz 1 KSchG nicht „sozial ungerechtfertigt“ sein. In § 1 Absatz 2 KSchG werden diese unklaren Begriffe genauer erklärt: Sozial ungerechtfertigt ist die Kündigung, wenn sie nicht durch Gründe, die in der Person oder in dem Verhalten des Arbeitnehmers liegen, oder durch dringende betriebliche Erfordernisse, die einer Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers in diesem Betrieb entgegenstehen, bedingt ist. Das heißt, dass entweder Verhalten oder die Person des Arbeitnehmers oder aber auch der Betrieb einen Grund für die Kündigung liefern müssen. Welche Gründe ausreichen, hängt vom Einzelfall ab. Jedoch sind die Anforderungen daran bei einer ordentlichen Kündigung nicht sehr hoch.

Die außerordentliche und fristlose Kündigung

Viel problematischer als die ordentliche Kündigung sind die außerordentliche Kündigung und die fristlose Kündigung. Sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber können diese aussprechen, wenn die Voraussetzungen vorliegen. Meistens tun es in der Praxis die Arbeitgeber. Für den Arbeitnehmer bedeutet dies in der Regel einen schlimmen Schlag, da die ganze bisher aufgebaute Karriere beendet wird. Außerdem steht er möglicherweise sofort ohne Arbeitsverhältnis da. Aus diesem Grund werden hohe Anforderungen an den Kündigungsgrund gestellt.

Die fristlose Kündigung ist ein Unterfall der außerordentlichen Kündigung, die in § 626 geregelt ist. Nach diesem Gesetz wird jemand entlassen, der eigentlich gar nicht oder nicht so schnell kündbar ist. Entweder wird das Arbeitsverhältnis sofort oder im Falle einer Kündigung mit Auslauffrist zu einem bestimmten Datum beendet. In jedem Fall muss ein wichtiger Grund vorliegen. In der Regel wird eine vorherige Abmahnung verlangt. Weiterhin wird eine Interessenabwägung vorgenommen. Das heißt, dass das Interesse an der Kündigung größer sein muss, als das Interesse an der weiteren Zusammenarbeit bis zur regulären Kündigungsfrist. So versuchte beispielsweise ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer fristlos zu kündigen, weil dieser pornographisches Material auf dem Firmen-Computer gespeichert haben soll. Das Arbeitsgericht deutete die fristlose Kündigung in eine ordentliche um (Urteil v. 02.01.2002 – Az.: 2 Ca 5340/01), weil die Interessenabwägung zu Gunsten des Arbeitnehmers ausfiel.

Erbengemeinschaft

By | Erbrecht

Erbengemeinschaft

Die sogenannte Erbengemeinschaft ist ein Zusammenschluss mehrerer erbberechtigter Personen, die aufgrund der gesetzlichen Erbfolge oder durch das Testament eines Verstorbenen Anrecht auf einen Teil des Erbes erheben dürfen. Zu diesem Zusammenschluss kommt es im Erbrecht recht häufig, wobei die Erbengemeinschaft dabei helfen soll, Hab und Gut des Erblassers zu verwalten und schließlich auseinanderzusetzen. Das Ganze gestaltet sich in der Praxis aber oft schwieriger als gedacht, denn als Miterbe innerhalb dieser Gemeinschaft ist man an bestimmte Verpflichtungen gebunden und kann nicht alleine über den eigenen Erbanteil bestimmen. Das führt häufig zu Streitigkeiten unter den Erben, was eine Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft verhindern oder zumindest verzögern kann. Ein Anwalt wie der Experte für Familienrecht und Erbrecht Rechtsanwalt Knauf aus Leipzig kann hier Abhilfe schaffen.

Erbengemeinschaft: Was ist das?

Wenn nur eine Person das gesamte Vermächtnis des Erblassers erbt, gilt diese als Alleinerbe. Oft ist es aber so, dass mehrere Personen erbberechtigt sind. Das ist etwa dann der Fall, wenn sowohl der Ehepartner als auch ein Kind bzw. mehrere Kinder noch leben oder wenn weitere Personen in einem Testament bedacht wurden. In diesen Fällen bilden alle Miterben gemeinschaftlich die Erbengemeinschaft. Dabei ist zu beachten, dass die einzelnen Miterben nicht einen Bruchteil des Gesamterbes erwerben, sondern gemeinsam mit allen weiteren Erben am ungeteilten Nachlass berechtigt sind. Diese Gemeinschaft bleibt so lange bestehen, bis der Nachlass vollständig auseinandergesetzt ist.

Wer kann zu einer Erbengemeinschaft gehören?

Wenn kein Testament vorliegt, bestimmt das Erbrecht, wer erbberechtigt ist und wer nicht. Zunächst einmal stehen demnach dem Ehepartner und leiblichen sowie adoptierten Kindern ein Erbanteil zu. Falls der Erblasser weder Ehepartner noch Kinder hatte bzw. diese bereits verstorben sind, treten weitere Verwandte wie Eltern, Enkelkinder oder gar Geschwister als erbberechtigte Personen an deren Stelle. Darüber hinaus hat der Erblasser die Möglichkeit, in einem Testament genau festzulegen, wer neben den pflichtteilsberechtigten Personen ebenfalls als Erbe eingesetzt werden soll. So können beispielsweise auch Lebenspartner ohne Trauschein oder Stiefkinder, die nicht adoptiert wurden, berücksichtigt werden. Jeder, der einen Teil der Erbmasse erhält, zählt dann zu der Erbengemeinschaft.

Erbengemeinschaft auseinandersetzen und Erbe aufteilen

Eine Erbengemeinschaft wird durch die sogenannte Auseinandersetzung beendet. Das heißt, dass das Erbe erfolgreich unter den einzelnen Miterben aufgeteilt wird und jede Person eigens über ihren Anteil verfügen kann. In der Regel wird diese Auseinandersetzung durch die Erben selbst oder gegebenenfalls durch deren Rechtsbeistände geregelt. Zudem hat jeder Miterbe grundsätzlich das Recht, eine sofortige Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft zu verlangen. Dafür müssen keine triftigen rechtlichen Gründe vorliegen.

Die Auseinandersetzung wird üblicherweise über einen entsprechenden Vertrag zwischen den Miterben geregelt. Eher selten kommt das Nachlassgericht zum Einsatz, um die Angelegenheit zu klären und das Erbe abzuschließen. Wie schnell oder wie effektiv eine Auseinandersetzung des Nachlasses erfolgt, hängt daher stark von den Miterben und deren Kooperationsbereitschaft ab. So ist es möglich, manche Erbengemeinschaften sehr schnell aufzulösen, während andere lange bestehen bleiben oder aus individuellen Gründen bestehen bleiben müssen. Ob das notwendig ist, hängt von der jeweiligen Sachlage ab. Aus diesem Grund spielt auch die Verwaltung des Erbes eine wichtige Rolle, während die Gemeinschaft besteht.

Wer verwaltet das Erbe bis zur Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft?

Das Erbe wird bis zur Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft durch alle Miterben gemeinsam verwaltet. Dabei sind alle einzelnen Erben an bestimmte Rechte, aber auch Verpflichtungen gebunden. So ist etwa jeder einzelne Miterbe dazu verpflichtet, sich an einer ordnungsgemäßen Verwaltung des gemeinsamen Erbes zu beteiligen. Tut er dies nicht, kann er im Ernstfall sogar schadensrechtlich zur Verantwortung gezogen werden.

Das Verwaltungshandeln wird vom Gesetzgeber in diese drei Bereiche unterteilt:

  • Außerordentliche Verwaltung (Maßnahmen im Hinblick auf die wirtschaftliche Bedeutung für das Gesamterbe)
  • Ordnungsgemäße Verwaltung (Maßnahmen, die dem Interesse aller Miterben und dem Nachlass dienen)
  • Notwendige Verwaltung (Not-Maßnahmen, die erforderlich sind, um das Gesamterbe zu schützen)

Wichtig: Solange die Erbengemeinschaft nicht ausgesetzt wurde, wird das Erbe gemeinsam von allen Miterben verwaltet. Einzelne Erben können nur über ihren eigenen Gesamtteil verfügen, nicht aber über einzelne Nachlassgegenstände, die dem Erben nur anteilig zustehen.

Rechte und Pflichten einzelner Erben innerhalb der Gemeinschaft

Grundsätzlich ist es wichtig, dass Sie als Mitglied einer Erbengemeinschaft Ihre Optionen ebenso wie Ihre Verpflichtungen kennen, denen Sie nachkommen müssen, solange die Gemeinschaft besteht. Erfüllen Sie diese Anforderungen nicht, so kann das – wie bereits zuvor erwähnt – mit rechtlichen Konsequenzen verbunden sein. Als Teil der Erbengemeinschaft müssen Sie sich zusätzlich darüber im Klaren sein, dass Sie erst dann vollständig und uneingeschränkt über Ihren Erbanteil verfügen können, wenn die Gemeinschaft auseinandergesetzt wurde.

Streit unter Miterben verhindern und Rechtsanwalt konsultieren

Die Erbengemeinschaft ist ein notwendiges „Übel“, mit dem sich Erben immer dann auseinandersetzen, wenn der Erblasser mehr als nur einen gesetzlichen Erben hat oder womöglich in seinem Testament weitere Familienmitglieder oder auch Freunde und andere Personen berücksichtigt hat. Wenn unterschiedliche Persönlichkeiten mit ebenso unterschiedlichen Interessen und Forderungen aufeinandertreffen, ist es nicht unüblich, dass es schnell zu Streitsituationen und Konflikten kommt. Das ist einer der Gründe, warum die schnelle Auseinandersetzung einer Erbengemeinschaft häufig nicht gelingt. In dem Fall macht es daher durchaus Sinn, zum Beispiel einen Rechtsanwalt für Erbrecht zu konsultieren, um sich auf die Unterstützung durch den Experten zu verlassen. Die Anwaltskanzlei Anke Knauf steht Ihnen in Leipzig für eine Beratung zu diesem Thema zur Verfügung.

Rechtsanwalt für Erbrecht in Leipzig – Anwaltskanzlei Anke Knauf unterstützt Sie bei Rechtsfragen

Sie benötigen Hilfe als Miterbe einer Erbengemeinschaft oder wünschen sich eine kompetente Rechtsberatung bei weiteren Konflikten oder Problemsituationen? Die Anwaltskanzlei Anke Knauf in Leipzig ist auf verschiedene Rechtsbereiche spezialisiert, darunter das Erbrecht. Erfahrene Rechtsanwälte stehen Ihnen zur Seite, um Sie zu den verschiedensten erbrechtlichen Themen beraten und Sie außergerichtlich oder auch vor Gericht zu vertreten. Gerne können Sie einen Termin in unserer Kanzlei vereinbaren, um mit uns in einem persönlichen Gespräch Ihr Anliegen näher zu erläutern. Eine diskrete und sehr professionelle Rechtsberatung ist Ihnen in unserer Kanzlei in jedem Fall sicher.

Erbrecht bei Stiefkindern

By | Erbrecht

Wie ist das Erbrecht bei Stiefkindern?

Bei erbrechtlichen Streitigkeiten kann es mit dem Familienfrieden schnell vorbei sein. Ist ein nahestehender Verwandter verstorben und hinterlässt Geld oder vergleichbares Vermögen, so fragen sich viele Verwandte, ob sie zu den erbberechtigten Familienmitgliedern zählen. Das sind jene Verwandte, denen laut Erbrecht in jedem Fall ein Teil des Erbes – der sogenannte Pflichtteil – zusteht. Auch dann, wenn Sie im Testament des Verstorbenen enterbt wurden. Das Erbrecht dient außerdem immer dann als Grundlage für die Aufteilung des Erbes, wenn der Verstorbene kein Testament hinterlassen hat. Viele zeigen sich dann überrascht, dass selbst nahestehende Verwandte wie beispielsweise Geschwister nicht automatisch einen Anspruch auf einen Teil des Erbes erheben können. Und wie ist das Erbrecht bei Stiefkindern oder Enkeln sowie Neffen und Nichten? Haben diese ebenfalls Anspruch auf einen Erbanteil?

Wie ist das Erbrecht bei Stiefkindern – Rechtsanwalt Knauf aus Leipzig bei Fragen konsultieren

Sind Sie sich womöglich unsicher, ob Sie als Stiefkind eines Verstorbenen zu den erbberechtigten Verwandten zählen, so kann Ihnen ein klärendes Gespräch mit einem Rechtsanwalt für Erbrecht erste Aufklärung verschaffen. Die Rechtsanwaltskanzlei aus Leipzig Anke Knauf eignet sich dafür ideal, da wir uns bereits seit vielen Jahren mit erbrechtlichen Konflikten befassen und Mandanten diesbezüglich beraten und unterstützen. Auch beim Erben sorgen wir daher für Ihr gutes Recht und helfen Ihnen dabei, Familienkonflikte zu umgehen oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Wenn Sie sich also zum Beispiel fragen, wie das Erbrecht bei Stiefkindern ist, vereinbaren Sie einen Beratungstermin: Wir können Ihnen diese Frage beantworten.

Kompliziertes Erbrecht – nicht jedes Familienmitglied erhält einen Pflichtteil

Das Erbrecht klärt recht übersichtlich, welche Angehörigen dem Gesetz nach immer einen anteiligen Anspruch auf das Erbe des Erblassers erheben können. Die Erbfolge klärt zusätzlich, wie das Vermögen des Erblassers unter den Erben verteilt werden muss. Insbesondere Kinder und Ehepartner sind grundsätzlich immer erbberechtigt. Anders verhält es sich hingegen, wenn zum Beispiel Brüder oder Schwestern auf einen Anteil des Erbes hoffen. Denn Geschwister zählen nicht automatisch zu den erbberechtigten Verwandten. Auch bei Stiefkindern, Nichten, Neffen und Enkelkindern gelten gesonderte Regelungen. Aber wie genau ist das Erbrecht bei Stiefkindern und weiteren Verwandten?

Wie ist das Erbrecht bei Stiefkindern und unehelichen Kindern?

In sogenannten Patchwork-Familien wird das Erbrecht spätestens dann ein Thema, wenn ein Elternteil stirbt und die leiblichen Kinder sowie die Stiefkinder des Erblassers Anspruch auf einen Anteil erheben. Hier zeigt sich, dass die leiblichen Kinder auf ihren üblichen Pflichtteil beharren können, während Stiefkinder keinen Anspruch auf einen Teil des Erbes haben. Zumindest nicht, wenn der Verstorbene sie nicht explizit im Testament bedacht oder vor dem Tod adoptiert hat. Nur so erhalten Stiefkinder das Anrecht auf einen Teil des Erbes.

Uneheliche Kinder hingegen sind stets gleichgestellt mit Kindern des Erblassers, die innerhalb einer Ehe geboren wurden. Hier wird somit im Hinblick auf das Erbe nicht zwischen ehelichen und unehelichen Kindern unterschieden, weshalb jeder Abkömmling des Erblassers als gleichgestellter Erbe gilt. Das gilt ebenso für adoptierte Kinder, die mit den leiblichen Kindern des Erblassers bezüglich der Erbfolge identische Rechte genießen.

Erbrecht beim Enkel: Was steht den Enkelkindern zu?

Auch Enkelkinder können erbberechtigt sein, wenn bestimmte familiäre Konstellationen vorliegen, die sie in der Erbfolge begünstigen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn das Kind des Erblassers bereits verstorben ist. So wird dessen Erbanteil automatisch auf dessen Kinder – also die Enkel des Erblassers – übertragen und anteilig zwischen ihnen aufgeteilt. Das gilt übrigens ebenso für Urenkel. Falls sowohl die Kinder als auch die Enkel des Erblassers bereits verstorben sind, wird der gesetzliche Erbanteil automatisch den Urenkeln anteilig übertragen. Der Erbanteil der Enkel berechnet sich in diesen Fällen jedoch nur aus den Anteilen, die die bereits verstorbenen Kinder des Erblassers erhalten hätten, nicht aus der gesamten Erbmasse des Verstorbenen.

Erbrecht bei Neffe und Nichte: Sind auch diese Familienmitglieder im Erbrecht berücksichtigt?

Neffen und Nichten – also die Kinder der Geschwister des Erblassers – gelten grundsätzlich nicht als erbberechtigte Familienmitglieder und können nur dann einen Anteil der Erbmasse erhalten, wenn sie explizit im Testament erwähnt wurden oder besondere Umstände vorliegen, die ihren Erbanspruch stützen. Das ist unter anderem dann der Fall, wenn der Erblasser keine noch lebenden Kinder oder Elternteile sowie Ehegatten hat. Auch die Elternteile der Nichten und Neffen – also Bruder oder Schwester des Erblassers – müssen bereits verstorben sein, damit dieser Erbanspruch tatsächlich in Kraft treten kann. Nichten und Neffen sind daher in der gesetzlichen Erbfolge zwar bedacht, allerdings müssen nahezu sämtliche anderen nahestanden Verwandten bereits verstorben sein, damit ihnen ein Erbanteil tatsächlich zusteht.

Testament oder Erbvertrag schafft Abhilfe bei erbrechtlichen Konflikten

Wer innerhalb der Familie für Aufklärung im Hinblick auf das Erbe sorgen will, macht sich am besten noch zu Lebzeiten Gedanken über einen Erbvertrag oder ein Testament. Dieser letzte Wille ist die beste Lösung, um für eine individuelle Aufteilung des eigenen Vermögens zu sorgen. Auch nicht erbberechtigte Personen können auf diese Art bedacht werden und man stellt sicher, dass Gelder oder Wertsachen fair unter den Liebsten verteilt werden. Zudem können Familienkonflikte dadurch im Keim erstickt werden. Unsere Rechtsanwälte in der Anwaltskanzlei Anke Knauf stehen Ihnen gerne zur Verfügung, wenn Sie einen solchen Erbvertrag oder ein Testament aufsetzen und hinterlegen möchten.

Wie ist das Erbrecht bei Stiefkindern und weiteren Familienangehörigen – der Rechtsanwalt weiß Rat

Sollten innerhalb Ihrer Familie Unklarheiten bei erbrechtlichen Fragen bestehen, dürfen Sie nicht lange zögern. Suchen Sie gleich einen Rechtsanwalt auf, der sich in diesem Rechtsbereich spezialisiert hat. Die Anwaltskanzlei Anke Knauf aus Leipzig bietet sich hier als Ihr erfahrener Ansprechpartner an. Unsere Mitarbeiter sind Experten im Familienrecht und können Ihnen zugleich bei Fragen zum Erbrecht oder beispielsweise auch im arbeitsrechtlichen Bereich weiterhelfen. Die Erfahrung zeigt, dass das rasche Konsultieren eines Rechtsanwalts besonders bei Streitfragen – wie der Frage nach dem Erbrecht bei Stiefkindern – größere familiäre Konflikte verhindern oder zumindest reduzieren kann. Gerne helfen wir Ihnen daher dabei, den Familienfrieden zu wahren. Wir beraten Sie außergerichtlich und vertreten Sie im Fall eines möglichen Rechtsstreits ebenso vor Gericht. Vereinbaren Sie einfach einen Termin für ein erstes Beratungsgespräch in unserer Kanzlei!

Berechnung des Pflichtteils

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Berechnung vom Pflichtteil – Anwaltskanzlei Anke Knauf weiß Rat

Im Erbrecht kommt es immer wieder zu Unklarheiten oder auch Unstimmigkeiten, wenn es darum geht, unter erbberechtigten Verwandten eines Verstorbenen für faire Verhältnisse zu sorgen. Insbesondere, wenn der Erblasser erbberechtigte Verwandte in seinem letzten Willen gezielt enterbt hat, können Probleme auftreten. Die so enterbten Personen haben dann die Möglichkeit, auf den sogenannten Pflichtteil zu bestehen, einen Anteil der Erbmasse, der ihnen in jedem Fall zusteht. Der tatsächliche Wert des Pflichtteils richtet sich nach der Nachlasshöhe des Erblassers und danach, unter wie vielen erbberechtigten Personen das Erbe aufgeteilt werden muss. Die Berechnung des Pflichtteils erfolgt daher individuell, wobei unterschiedliche Faktoren berücksichtig werden müssen. Bei der Berechnung und allen Fragen zu dem Thema stehen wir Ihnen als Anwalt für Erbrecht gerne zur Seite.

Forderung und Berechnung vom Pflichtteil

Die Berechnung vom Pflichtteil ist nicht nur dann relevant, wenn Erben im Testament oder Erbvertrag bewusst übergangen bzw. enterbt wurden. Auch wenn den erbberechtigten Verwandten oder Ehepartnern bzw. eingetragenen Lebenspartnern ein zu geringer Teil hinterlassen wurde, können sie Anspruch auf den Pflichtteil erheben. Das steht zwar im Kontrast zum letzten Willen des Erblassers, wird aber gemäß § 2303 BGB entsprechend geregelt. Dieser Anteil fällt den jeweiligen Erben allerdings nicht automatisch zu. Die Forderung des Pflichtteils muss in einem solchen Fall offiziell eingeleitet werden, da eine automatische Auszahlung nicht erfolgt.

Pflichtteil – wer kann Anspruch erheben?

Liegt kein Testament oder Erbvertrag vor, ist die Erbfolge gesetzlich klar geregelt. Dabei wird zwischen verschiedenen Ordnungen unterschieden. So sind in der ersten Ordnung beispielsweise die Abkömmlinge des Erblassers die gesetzlichen Erben, in der zweiten Ordnung sind es die Eltern des Erblassers und – falls ein oder beide Elternteile selbst bereits verstorben sind – deren Abkömmlinge. In allen Fällen gilt: Verwandte können nur dann erben, wenn kein Verwandter einer vorhergehenden Ordnung vorhanden ist. Ehegatten bzw. eingetragene Lebenspartner werden ebenfalls als gesetzliche Erben berufen: Neben Verwandten der ersten Ordnung erben sie ein Viertel des Nachlasses, neben Verwandten anderer Ordnungen erben sie die Hälfte.

Wenn ein letzter Wille des Erblassers vorliegt, kann diese gesetzliche Erbfolge geändert werden. Hier stellt sich für die enterbten Familienmitglieder oft die Frage, ob sie dennoch Anspruch auf einen Pflichtteil erheben können. Nach § 2303 BGB besteht diese Option für die Verwandten, die in der gesetzlichen Erbfolge berücksichtigt sind. Sie können sich den Pflichtteil auszahlen lassen. Dieser muss dann individuell berechnet werden. Es gibt allerdings auch nahestehende Verwandte, die keine Möglichkeit haben, auf einen automatischen Erbanteil des Verstorbenen zu hoffen. Selbst dann, wenn sie im direkten Verwandtschaftsverhältnis zum Erblasser stehen.

Welche Angehörigen haben keinen Anspruch auf einen Pflichtteil?

Wie bei der gesetzlichen Erbfolge gilt der Anspruch auf einen Pflichtteil nur, solange keine Verwandten vorhergehender Ordnungen gibt. Sind also beispielsweile Abkömmlinge vorhanden, die den Nachlass erben, können Eltern keinen Pflichtteil mehr beanspruchen. So sind auch Brüder, Schwestern sowie Halbgeschwister und Tanten, Onkel oder Großeltern des Erblassers in der Regel nicht pflichtteilsberechtigt. Lediglich in wenigen Ausnahmefällen ist es etwa für Geschwister des Erblassers möglich, auf einen Teil des Erbes zu bestehen. Das ist dann der Fall, wenn bereits ein Elternteil oder sogar beide verstorben sind und keine erbberechtigten Verwandten wie Abkömmlinge oder Ehegatten vorhanden sind. Weiterhin hat der Erblasser aber die Möglichkeit, nicht pflichtteilsberechtigte Verwandte in seinem Testament zusätzlich zu berücksichtigen. So können auch Geschwister einen Erbteil erhalten.

Enterbung – Berechnung vom Pflichtteil erwirken

Die Berechnung vom Pflichtteil ist für Verwandte und Ehepartner bzw. Lebenspartner eines Verstorbenen relevant, die von diesem offiziell enterbt wurden. Die Gründe für die Enterbung über das Testament oder den Erbvertrag spielen keine Rolle. Denn ein Pflichtteil steht diesen Angehörigen in jedem Fall von Rechts wegen zu. Dieser Anspruch muss gegenüber dem Erben geltend gemacht werden. Diese müssen bei der Berechnung ihrer Erbmasse daher bedenken, dass auch enterbte Verwandte einen Anspruch auf einen Erbteil haben. Dadurch kann sich der Wert des tatsächlichen Erbteils verringern.

Höhe des Pflichtteils individuell berechnen

Wie viel man als Pflichtteil letztendlich ausgezahlt bekommt, hängt vom tatsächlichen Vermögen des Erblassers ab. Pflichtteilsberechtigte können sich nach dessen Ableben einen Überblick über den Umfang des Nachlasses sowie über Wertangaben anderer Erben verschaffen, um so ihren Pflichtteil exakt auszurechnen. Auch Schenkungen oder Verträge, über die andere Erben noch zu Lebzeiten des Erblassers profitiert haben, können die Berechnung des Pflichtteils beeinflussen. Daher ist es ratsam, eine Offenlegung der Finanzen der weiteren erbberechtigten Personen zu beantragen. Diese lässt sich zur Not auch über den Rechtsweg durchsetzen. Relevant ist aber in erster Linie die tatsächliche Erbmasse, die über die Nachlasshöhe entscheidet. Die Pflichtteilhöhe beläuft sich dabei auf 50 Prozent des gesetzlichen Erbteils.

Pflichtteilanspruch unterliegt einer Verjährungsfrist – Erbe rechtzeitig einfordern

Wie bereits erwähnt, muss der Pflichtteil offiziell angefordert werden, damit es zu einer Auszahlung kommt. Wer daher als erbberechtigter Verwandter nicht reagiert, geht oft leer aus. Das ist auf die Verjährungsfrist zurückzuführen, der der Pflichtteilsanspruch unterliegt. Diese Frist beläuft sich auf drei Jahre. Somit muss der Pflichtteil innerhalb von drei Jahren nach dem Ableben des Erblassers berechnet und eingefordert werden, damit der Anspruch nicht entfällt. Allerdings gibt es von Rechts wegen Ausnahmefälle. Zum Beispiel dann, wenn man erst zu einem späteren Zeitpunkt davon erfährt, dass der Erblasser verstorben ist. In dem Fall kann die Verjährungsfrist umgangen werden, da diese erst ab dem Zeitpunkt gilt, ab dem der Erbe von dem Tod des Verwandten und von seinem Anspruch in Kenntnis gesetzt wurde. Grundsätzlich gilt zudem, dass sämtliche erbrechtlichen Ansprüche nach spätestens 30 Jahren verjähren und nicht mehr durchgesetzt werden können.

Berechnung von Pflichtteil und Erbe durch den Rechtsanwalt für Erbrecht aus Leipzig

Wenn es um erbrechtliche Angelegenheiten geht, ist die Anwaltskanzlei Anke Knauf aus Leipzig für Sie der richtige Ansprechpartner. Auch bei der Berechnung vom Pflichtteil steht Ihnen der Rechtsanwalt für Erbrecht gerne zur Seite. Zusätzlich bieten die Experten aus der Kanzlei Ihnen in vielen weiteren Rechtsgebieten ihre Unterstützung an. Das schließt unter anderem viele Fragen zum Sorgerecht oder zum Thema Scheidung mit ein, wodurch ebenso das Familienrecht bei der Arbeit in der Kanzlei im Mittelpunkt steht. Vereinbaren Sie mit uns einfach direkt einen Termin, um Ihren individuellen Fall einschätzen zu können. Insbesondere in verfahrenen Situationen wie einer Enterbung sollten Sie nicht lange zögern und zeitnah einen Anwalt auf den Plan rufen.

Testament

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Testament verfassen: Worauf Sie achten sollten

Eine schwierige Entscheidung im Leben ist die Organisation des Nachlasses. Denn bei Fragen des Erbrechts stehen wichtige Dinge auf dem Spiel: die Absicherung des Partners und der Kinder, die Weitergabe materiellen und immateriellen Vermögens und nicht zuletzt der Familienfrieden. Das lässt es äußert ratsam werden, die Erbfolge sorgfältig zu Lebenszeiten in einem Testament festzulegen. Um sicherzustellen, dass ihr letzter Wille richtig ausgeführt werden kann, gibt es allerdings einige Punkte zu beachten. Sie möchten wissen, wie Sie auf korrekte Art und Weise ihr Testament verfassen? Die wichtigsten Informationen haben unsere qualifizierten Rechtsanwälte in unserer Anwaltskanzlei im Folgenden für Sie zusammengefasst.

Testament verfassen – handschriftlich: So geht’s

Das handschriftliche Testament ist in Deutschland neben dem notariellen Testament die beliebteste Form, seinen letzten Willen zu verfassen. Die Möglichkeit, per Hand sein Testament zu schreiben, steht jedem volljährigen geistig gesunden Menschen offen. Die wichtigste Regel dabei: Das Testament muss grundsätzlich vom Anfang bis zum letzten Buchstaben eigenhändig geschrieben und unterschrieben sein. Möchten Sie also selbstständig Ihr Testament verfassen, haben demnach nicht vor, Ihren letzten Willen von einem Notar aufsetzen und unterschreiben zu lassen? Dann ist es nicht möglich, ein Muster mit Computer oder Schreibmaschine zu erstellen und dieses lediglich zu unterschreiben. Denn die Urheberschaft des Erblassers muss eindeutig nachweisbar sein. Eine kleine Abweichung bezüglich der Eigenhändigkeit des Erblassers ist das gemeinschaftliche Testament bei Eheleuten. Hierbei wird der Text gemeinsam verfasst, indem einer der Partner den letzten Willen handschriftlich niederlegt und unterschreibt.
Der zweite Ehepartner muss lediglich hinzufügen, dass er mit den Anordnungen einverstanden ist und unterzeichnet zum Schluss das Schriftstück ebenfalls. Beachten Sie außerdem, dass das Testament klar unddeutlich formuliert sein muss, sodass keine Missverständnisse entstehen können. Schließlich liegt es in Ihrem Interesse, dass es exakt nach Ihrem Willen ausgeführt werden kann.

Testament aufsetzen: die Kosten gemäß Gebührenordnung

Um Missverständnisse beim Aufsetzen eines Testaments zu vermeiden, kann es ratsam sein, einen Notar oder Anwalt zu konsultieren. Dies verursacht Kosten in Form von Gebühren für den juristischen Beistand. Es lohnt sich sicherlich, juristisch fundierten Rat bei dem Verfassen seines Testaments einzubeziehen, wenn man bedenkt, dass Erbstreitigkeiten vor Gericht sehr teurer sind und zudem den Familienfrieden zerstören. Anwälte und Notare verlangen festgelegte Gebühren nach der so genannten Gebührenordnung. Die Kosten für ein notariell erstelltes Testament richten sich nach ebenfalls festen Vorgaben und sind abhängig vom Wert des Erbes zum Zeitpunkt der Testamentserfassung: Je größer das zu vererbende Vermögen, desto höher werden die Kosten des Notars für das Testament sein. Nachdem Sie dem Notar Ihren letzten Willen vorgetragen haben, kann er Ihnen die Kosten für dieses Testament nennen.

Testament nach dem Verfassen richtig und sicher hinterlegen

Im Zuge der allgemein gültigen Testierfreiheit ist es jedem selbst überlassen, auch über seinen Tod hinaus über sein Hab und Gut zu verfügen. Das heißt, es ist Ihr gutes Recht zu bestimmen, wer Ihr Vermögen und Ihre Immobilien erben soll. Da dies jedoch nicht immer im Sinne der Hinterbliebenen ist, fürchten manche Erblasser, dass Ihr Testament unterschlagen werden könnte. Um sicherzugehen, dass die Verfügung von Todes wegen im Erbfall nicht nur gefunden, sondern auch eingesetzt wird, ist die öffentliche Hinterlegung des Testaments die beste Möglichkeit. Während ein öffentliches Testament stets amtlich aufbewahrt wird, findet eine solche Hinterlegung bei einem eigenhändigen Testament nicht automatisch statt. Solche Erblasser, die Ihre letztwillige Verfügung amtlich verwahren lassen möchten, sollten sich zunächst informieren, welches Nachlassgericht in ihrem Fall zuständig ist. Das Nachlassgericht ist eine separate Abteilung des Amtsgerichts. Zuständig ist das Gericht, in dessen Einzugsgebiet der Erblasser zuletzt gemeldet war.

Testament verfassen und erbrechtliche Auseinandersetzungen verhindern

Wie bereits kurz angedeutet, kann das Testament als Absicherung gegen familienrechtliche Streitigkeiten gelten kann. Liegt nämlich kein eindeutiges Testament vor, so kommt es nicht selten zu Konflikten zwischen erbberechtigten Parteien wie Ehegatten, Kindern oder weiteren Verwandten. Ein Erblasser, der ein rechtlich eindeutiges Testament verfassen und hinterlegen lässt, sorgt hingegen dafür, dass es erst gar nicht so weit kommt und bewirkt zur gleichen Zeit, dass das das eigene Vermögen auf genau die Art und Weise aufgeteilt wird, wie er es sich selbst zu Lebzeiten gewünscht hat.

Individuelle Wünsche der Nachlassverteilung im letzten Willen festlegen

Ein Testament ist darüber hinaus besonders dann hilfreich, wenn man beim Aufsetzen besondere Regelungen durchsetzen möchte, die im eigenen Interesse sind. Auch unangenehme, von der üblichen Vorgehensweise abweichende Themen wie zum Beispiel die Enterbung von Kindern oder Ehegatten können hier zum Tragen kommen und sind ein häufiger Grund, warum über das Verfassen eines solchen Dokuments in besonderem Maße nachgedacht wird. Welche Optionen einem rechtlich dabei offenstehen, kann mit einem Rechtsanwalt oder Notar im Rahmen einer Beratung zum Testament näher beleuchtet werden. Dies kann auch dann hilfreich sein, wenn man individuelle Erben bestimmen möchte, mit denen man nicht verwandt ist, oder wenn man mit seinem Vermögen gezielt Organisationen oder Vereine unterstützen will.

Zweckmäßigkeit und Kosten für das Testament abwägen

Wie bereits zuvor erwähnt, ist es nicht zwangsläufig nötig, einen Notar hinzuziehen, wenn Sie ein Testament verfassen und aufsetzen möchten. Wer hier richtig vorgeht, kann es auch ohne Rechtsbeistand zu Papier bringen und auf seine Rechtsgültigkeit vertrauen. Insbesondere, wenn es um ein größeres Vermögen geht, macht es jedoch Sinn, es von Experten verfassen und beglaubigen zu lassen, um mögliche Konflikte zwischen den erbberechtigten Parteien zu umgehen. Zudem sorgt man hier für Absicherung dagegen, dass der letzte Wille womöglich aufgrund von Formfehlern verworfen wird und keine Beachtung findet. Es gilt daher abzuwägen, ob es sich nicht doch rentiert, einen Anwalt bzw. Notar beim Testament Aufsetzen und Hinterlegen zu Rate zu ziehen.

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Testament verfassen mit der Hilfe eines Rechtsbeistands

Unsere Rechtsanwaltskanzlei in Leipzig hilft Ihnen gerne weiter, wenn Sie Fragen in Bezug auf das Testament oder auch hinsichtlich der Gebührenordnung für ein Testament haben. Die letztwillige Verfügung ist ein Vermächtnis und ermöglicht es Ihnen, selbst im Todesfall, die volle Kontrolle über Ihr Vermögen zu bewahren und etwas Bleibendes ganz in Ihrem eigenen Sinne zu hinterlassen. Es gibt somit viele Gründe, sich beraten zu lassen, wenn ein Testament verfassen möchten. Wenden Sie sich an unsere Kanzlei für familienrechtliche Angelegenheiten – wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

Erbschein

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Beantragung des Erbscheins: So beweisen Sie ihre Erbenstellung

Nach dem Tod eines nahen Angehörigen müssen die Hinterbliebenen nicht nur ihre Trauer bewältigen, sie müssen sich meist auch um den Nachlass kümmern. Die Erbenfolge ist den Verwandten und sonstigen Erbberechtigten meist bekannt, allerdings wollen Bank und Behörden oft einen entsprechenden Nachweis sehen. Hier kommt der Erbschein ins Spiel. Er dient als Nachweis darüber, wer Erbe ist und wie groß sein Erbanteil ist. Für die Erstellung von Erbscheinen nach § 2353 BGB ist das Nachlassgericht zuständig. Das bedeutet, Sie müssen sich grundsätzlich in Angelegenheiten des Erbrechts an das Amtsgericht am letzten Wohnsitz des Verstorbenen wenden. Eine Ausnahme bildet dabei Baden-Württemberg: Hier sind die staatlichen Notariate als Nachlassgerichte für die Erstellung von Erbscheinen zuständig. Der Erbschein ist keine Voraussetzung dafür, das Erbe zu erhalten, sondern dient im Rechtverkehr als Beweis für das Erbe. Deshalb wird ein Erbschein erforderlich, wenn der Erbe sich als solcher ausweisen muss, um über den Nachlass zu verfügen. Oft kommt der Erbe an einzelne Nachlassgegenstände nicht heran, solange er keinen Erbschein vorweisen kann. Möchten Sie einen Erbschein beantragen? Beachten Sie unbedingt, dass Sie mit dem Erbscheinantrag die Erbschaft annehmen, die eventuell auch Schulden beinhaltet. Sie können das Erbe dann nicht mehr ausschlagen.

So beantragen Sie einen Erbschein

Das Nachlassgericht erstellt einen Erbschein nur, wenn Sie ihn als Erben beantragen. Ein solcher Antrag kann nicht von Pflichtteilsberechtigten oder Vermächtnisnehmern gestellt werden. Sie können den Antrag beim zuständigen Amtsgericht schriftlich einreichen, oder dort mündlich erklären. Bei letzterem Verfahren wird nach §25 FamFG ein Protokoll erstellt. Alternativ können Sie sich an einen Notar wenden, der alle nötigen Schritte veranlasst, oder sich von fachkundigen Rechtsanwälten zum Prozedere beraten lassen. Beim Antrag auf einen Erbschein gilt das Prinzip: Grundsätzlich ist jeder Erbe antragsberechtigt. Das bedeutet, wenn mehrere Personen erben, muss kein gemeinsamer Antrag gestellt werden. Allerdings muss Ihr Antrag die Erben korrekt nennen – egal, ob sie aufgrund von gesetzlicher Erbfolge oder durch ein Testament oder Erbvertrag Erben werden. Darüber hinaus ist anzugeben, in welchem Verhältnis sie zueinander erben.

Erbschein beantragen: So beweisen Sie die Erbenfolge

Falls der Verstorbene kein Testament erstellt hat, müssen Sie als Erbe Dokumente vorlegen, aus denen sich Ihre Stellung als Erbe ergibt:

  • Als Ehemann oder Ehefrau des Verstorbenen ist die Heiratsurkunde erforderlich.
  • Als Kind des Verstorbenen müssen sie Ihre Geburtsurkunde vorlegen.
  • Sind die Kinder bereits verstorben, sodass das Erbe an die Enkelkinder geht, sind deren Sterbeurkunden sowie die Geburtsurkunden der Enkelkinder als Nachweis des Erbrechts notwendig.
  • Erben die Eltern, weil der Erblasser keine Kinder hinterlässt, so ist seine Geburtsurkunde dem Nachlassgericht vorzulegen. Sind in diesem Fall die Eltern bereits verstorben, erben die Geschwister. Das macht das Vorlegen der Sterbeurkunden der Eltern und der Geburtsurkunden der Geschwister erforderlich.

In unkomplizierten Fällen reicht es, allein die Unterlagen im Original oder in beglaubigter Abschrift vorzulegen. Das Nachlassgericht überprüft dann die Angaben, auf denen der Antragssteller sein Erbrecht zu stützen versucht. Hat der Verstorbene ein Testament erstellt, so prüft das Gericht dessen formelle Gültigkeit. Der Antragssteller muss vor dem zuständigen Nachlassgericht meist versichern, dass ihm nichts bekannt sei, was der Richtigkeit seiner Angaben entgegensteht. Zudem müssen Sie sich als Antragssteller mit Personalausweis oder Reisepass ausweisen können.